Investor stellt Pläne für Bebauung des Schotterparkplatzes vorHöchberg steht vor einer weiteren bedeutenden städtebaulichen Entwicklung. Am 10.03.2026 präsentierte die Würzburger SEN Wohnen GmbH, vertreten durch Herrn Frederic Reizel, Herrn Prof. Christan Baumgart und Herrn Reinhard Kriesinger dem Marktgemeinderat ein detailliertes Bebauungskonzept für das zentral gelegene Grundstück mit der Flurnummer 588/8. Vielen Bürgern ist diese Fläche besser bekannt als der Schotterparkplatz gegenüber dem tegut-Markt an der Bayernstraße. Das vorgestellte Projekt verspricht dem Eingangsbereich des Hexenbruchs ein neues, modernes Gesicht zu geben und die lokale Infrastruktur nachhaltig zu stärken.
Der Schotterparkplatz wurde einst als provisorische Lösung eingerichtet, um den Wegfall von Stellplätzen während des Neubaus des tegut-Marktes zu kompensieren. Nachdem der Supermarkt nun über einen eigenen großen Parkplatz verfügt, es am Mainlandzentrum eine Tiefgarage gibt und und zudem der öffentliche Parkplatz an der Albrecht-Dürer-Straße neugestaltet wurde, besteht nach Einschätzung der Verwaltung kein Bedarf mehr für die provisorische Parkfläche. Die Nähe der öffentlichen Parkfläche vor dem Arche-Seniorenzentrum trägt ebenfalls zur Entspannung der Parksituation bei.
Damit ist der Weg frei, das wertvolle Grundstück einer neuen, hochwertigen Nutzung zuzuführen und die städtebauliche Lücke attraktiv zu schließen.
Die Pläne der SEN Wohnen GmbH sehen die Errichtung eines gemischt genutzten Gewerbe- und Wohnobjekts vor. Der Fokus liegt dabei auf der Schaffung von Räumlichkeiten, die der Daseinsvorsorge dienen. Geplant sind moderne und helle Flächen für Arztpraxen, Kanzleien und Büros, die das Dienstleistungsangebot im Hexenbruchs erweitern. Im Ober- sowie im Staffelgeschoss sind Wohnungen geplant. Ein zentraler Aspekt des Konzepts ist die vollständige Barrierefreiheit. Ein ebenerdiger Zugang sowie eine Aufzugsanbindung, die von der Tiefgarage bis in alle Etagen reicht, gewährleisten einen bequemen Zugang für alle Menschen. Ergänzt wird das gewerbliche Angebot durch eine untergeordnete, aber hochwertige Wohnnutzung, die für eine lebendige Mischung im Gebäude sorgen soll.
Der vorgestellte Projektzeitplan ist ambitioniert, aber realistisch. Entscheidende Voraussetzung ist die baldige Einigung über den Grundstücksverkauf zwischen dem Markt Höchberg und dem Investor. Gelingt dies, könnten die Entwurfsplanungen und die Abstimmungen mit den Fachbehörden bis zum Sommer abgeschlossen sein. Die Einreichung der Baugenehmigungsanträge ist für August 2026 anvisiert. Bei einer erwarteten Genehmigungsdauer von drei bis vier Monaten könnte die Baugenehmigung bis zum Jahresende 2026 vorliegen. Parallel dazu würden bereits im Herbst die Detailplanung und die Ausschreibung der ersten Bauleistungen beginnen. Der eigentliche Baustart ist für das Frühjahr 2027 geplant, vorausgesetzt, der Investor kann bis dahin einen erfolgreichen Vertriebs- und Vermietungsstand nachweisen.
Die reine Bauzeit wird auf 18 bis 24 Monate geschätzt, sodass mit einer Fertigstellung des neuen Gebäudes Ende 2028 oder Anfang 2029 gerechnet werden kann.