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Waschbären im Garten - was tun?

Veröffentlicht: 21.10.2025
Waschbären im Garten - was tun?
In den letzten Jahren fühlen sich Waschbären zunehmend auch in unseren Gärten und Siedlungen heimisch. Die neugierigen, intelligenten Tiere stammen ursprünglich aus Nordamerika, von wo sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Pelztiere nach Deutschland importiert wurden und sich seitdem immer weiterverbreiten – so auch in Höchberg. Für viele sind sie faszinierende Beobachtungsgäste, für andere jedoch eine kleine Herausforderung. Schnell wird da der Ruf nach Bejagung laut. Doch so einfach ist das nicht: Die Bestandsregulierung durch Bejagung ist schwierig, denn je mehr Waschbären getötet werden, umso mehr Jungtiere kommen nach. Deutlich wirksamer ist es, Nahrungsquellen zu sichern und Unterschlupfmöglichkeiten zu begrenzen. Keine Fütterung – auch nicht „indirekt“ Waschbären sind Allesfresser und werden besonders von leicht zugänglichen Nahrungsquellen angezogen. Offene Mülltonnen, Komposthaufen oder Tierfutter im Freien wirken wie eine Einladung. Daher: Mülltonnen immer gut verschließen (z. B. mit Spanngummis) keine Speisereste (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot, Obst etc.) auf den Komposthaufen werfen! (Unproblematisch sind Gartenabfälle und Gemüsereste) Fallobst regelmäßig einsammeln Futterreste von Haustieren abends wegräumen Auch Vogel- und Eichhörnchenfutter sollte für Waschbären nicht erreichbar sein. Schlupflöcher und Verstecke sichern Dachböden, Gartenhäuser oder Scheunen bieten Waschbären ideale Unterschlupfmöglichkeiten. Kontrollieren Sie regelmäßig potenzielle Einstiegslücken und verschließen Sie diese sorgfältig – am besten außerhalb der Setzzeit (Frühjahr), um keine Jungtiere einzusperren. Auch Katzenklappen sollten nachts verschlossen werden. Ruhe bewahren Wenn ein Waschbär im Garten auftaucht, ist das zunächst kein Grund zur Panik. Meist streifen sie nur nachts umher und verschwinden wieder. Auch wenn der Waschbär nicht aggressiv ist, sollten Wildtiere grundsätzlich nicht bedrängt oder in die Enge getrieben werden. Natürliche Abwehr Wer Waschbären vom Dachboden fernhalten möchte, sollte sein Haus so sichern, dass ein Hinaufklettern über Fallrohre oder nahestehende Bäume nicht möglich ist, z. B. mittels Anbringen glatter Blechmanschetten . Auch für den Kamin können Gitter (sog. Dohlengitter) hilfreich sein.  Wichtig: Waschbären stehen unter dem Jagdrecht – eigenmächtiges Fangen oder Verletzen ist verboten und kann hohe Strafen nach sich ziehen. Mit diesen einfachen Verhaltensregeln, lässt sich ein harmonisches Zusammenleben in der Regel gut gestalten. Haben Sie noch Fragen? Gerne steht Ihnen das Ordnungsamt unter Tel. 0931 49707-26 oder per E-Mail an buergerbuero@hoechberg.de zur Verfügung.