Eiserne H.O.S.E. feierlich eröffnet
Der Name knüpft an den historischen Straßennamen an und steht für das, was hier passieren soll: Zusammenkommen, Helfen und Mitgestalten. So fiel die Eröffnung auch bewusst auf den von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bundesweit ausgerufenen Mitmachtag anlässlich des Geburtstages unseres Grundgesetzes.
Wer älter ist in Höchberg, kennt das Gebäude aus anderer Zeit. In den 1970er-Jahren von der katholischen Kirche als Bücherei errichtet, war es ein vertrauter Treffpunkt nach dem Sonntagsgottesdienst. „Ich erinnere mich gerne daran, wie wir nach dem Gottesdienst hierher gegangen sind“, sagte Bürgermeister Alexander Knahn in seiner Ansprache.
Offener Raum für die Vereine und freiwilliges Engagement
Im Erdgeschoss steht ein offener Raum zur Verfügung, den örtliche Vereine für Sitzungen und Veranstaltungen nutzen können. Auch für freiwilliges Engagement ist dieser Raum gedacht, der bereits mit von der Sparkasse Mainfranken gesponserten Musikinstrumenten ausgestattet ist.
Im Obergeschoss sind die Büros der sozialen Arbeit untergebracht. Vor allem Peter Bögelein von der Kommunalen Jugend- und Familienarbeit sowie Johanna Amann vom Freiwilligenzentrum Markt Höchberg werden in der Eisernen H.O.S.E. künftig für die Bürgerinnen und Bürger da sein. Bögelein, seit 25 Jahren in der gemeindlichen Jugendhilfe, erlebt seinen fünften Umzug: „Ich bleibe jetzt hier und ziehe nicht mehr um.“ Amann betonte: „Der Standort soll viele neue Leute erreichen“ – bewusst abseits des Rathauses, um Hemmschwellen abzubauen.
Stellvertretender Landrat und Höchbergs zweiter Bürgermeister Sven Winzenhörlein fasste den besonderen Tag zusammen: „Das Ehrenamt ist mehr in die Ortsmitte gerückt.“ Den Abschluss bildete eine ökumenische Segnung durch Pfarrer Daniel Fenske und Pfarrvikar Pater Joseph Bobin. Fenskes Worte: „Ein Ort lebt von Menschen, denen er nicht egal ist. Nicht einer trägt alles – alle tragen vieles.“ Pater Bobin segnete die Räumlichkeiten in der Nähe zur Kirche Mariä Geburt, damit Gottes Segen immer über allen ist, die diese Räume betreten und nutzen.