Gemeinsamer Start ins neue Jahr
Es gibt Traditionen, die pflegt man besonders gerne. Wie den Neujahrsempfang des Marktes Höchberg am Dreikönigstag. Und viele Bürgerinnen und Bürger scheinen es genauso zu sehen, sonst wären diese nicht so zahlreich und weit vor dem offiziellen Beginn in die festlich geschmückte TG Halle geströmt, um gemeinsam das neue Jahr zu feiern.
Nach einem musikalischen Auftakt der Acoustic Pilots begrüßte Bürgermeister Alexander Knahn die jungen Sternsinger auf der Bühne, die ihren Segensgruß für das Jahr 2026 aufsagten und für die diesjährige Spendenaktion „Schule statt Fabrik“ gegen Kinderarbeit in Bangladesch warben.
In seiner Ansprache blickte Bürgermeister Alexander Knahn auf das vergangene Jahr zurück und skizzierte die Herausforderungen und Aufgaben für die Zukunft. Er betonte, dass die gegenwärtig von Unsicherheit und gesellschaftlichen Veränderungen geprägten Zeiten auch auf kommunaler Ebene spürbar seien. Und wenn Höchberg als kleiner Ort auch wenig am Weltgeschehen ändern könne, so könnten wir doch in unserem direkten Umfeld Einfluss nehmen, insbesondere durch einen respektvollen Umgang miteinander. „Wir können entscheiden, welchen Ton wir anschlagen. Wie wir miteinander sprechen. Und wie wir einander begegnen, gerade dann, wenn Meinungen auseinandergehen.“
Denn „Höchberg ist kein anonymer Ort. Wir begegnen uns im Alltag, im Verein, beim Einkaufen, auf der Straße. Das ist eine große Chance, wie ich finde, denn in Höchberg kann man sich noch kennen.“, so Knahn weiter. Und wer sich kennt, trägt Verantwortung füreinander.
Auch würdigte Knahn das enorme Engagement in den Vereinen, in der Nachbarschaft und im Ehrenamt, das unbedingt auch in Zukunft weiter gestärkt werden muss, denn genau dieses Miteinander sei es, das die Seele unseres Ortes ausmache.
Große Projekte in 2026
Trotz angespannter finanzieller Rahmenbedingungen sieht der Markt Höchberg wichtige Projekte auf einem guten Weg. Knahn nannte da die Weiterentwicklung des DERAG-Areals mit Blick auf Pflege- und Betreuungsangebote, den Bau einer Tagespflege mit Wohnungen im Altort, den Erwerb und die perspektivische Nutzung des ehemaligen katholischen Kindergartens im Hexenbruch sowie die bevorstehende Eröffnung eines neuen Zentrums für Familie und Soziales. Diese Vorhaben sollen die Lebensqualität weiter stärken und Begegnungsräume für alle Generationen schaffen.
Mit den Worten: „Lassen Sie uns das neue Jahr mit Zuversicht beginnen. Nicht naiv, aber mutig. Nicht sorglos, aber entschlossen. Mit dem festen Willen, Verantwortung zu übernehmen – jede und jeder an seinem Platz. Dann wird aus Hoffnung Gestaltungskraft. Und aus Gemeinschaft Zukunft.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, friedliches und erfülltes neues Jahr 2026.“, schloss Bürgermeister Alexander Knahn seine Neujahrsansprache.
Gruß der Kirchen und des Heimat- und Trachtenvereins
Wie in jedem Jahr sprachen auch Vertreter der beiden Kirchengemeinden ihren Neujahrssegen aus. Für die Ev. Kirchengemeinde St. Matthäus war dies Pfarrer Daniel Fenske und für die Pfarreiengemeinschaft Mariä Geburt und St. Norbert, Pfarrer Gerhard Spöckl, der ganz neu im Amt den Ort, wie er sagte, noch nicht gut kenne, aber schon ahne: „Höchberg hat was!“, was ihm Jubelrufe aus dem Publikum einbrachte.
Herzstück der Veranstaltung waren die Neujahrsgrüße des Heimat- und Trachtenvereins. Während Jutta Mackh die Neujahrwünsche in Form eines Gedichtes über Frieden und Harmonie im neuen Jahr überbrachte, überreichte Vorsitzender Klaus Kempf die Neujahrsbrezeln bzw. Glückskringel an ausgewählte Persönlichkeiten von Höchberg. In Erinnerung an den verstorbenen Ehrenbürger Raimund Braunreuther, der die Brezen immer zu teilen pflegte, motivierte Kempf die Beschenkten diese Geste fortzusetzen, was sie auch mit Begeisterung taten.
Als besonderes Schmankerl des Nachmittags wurden Lose für eine Fahrt mit dem Heißluftballon zugunsten der Bürgerstiftung Höchberg verkauft. Stolze 416 Euro kamen hierfür zusammen. Altbürgermeister Peter Stichler spielte am Ende des Empfangs die Glücksfee und zog gleich drei glückliche Gewinner.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer u.a. des Obst -und Gartenbauvereins, des Singkreises sowie der Dancing Crows, die sich engagiert um die Bewirtung gekümmert haben.